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Artikel vom: 14.03.2026

Martin Haarahiltunen setzt sich durch

Nun war es soweit: Samstag, der 14.03.2026 „volle Hütte“ in der Max-Aicher-Arena in Inzell.

Pünktlich um 16:30 Uhr startete die Fahrervorstellung. Eine Fahrervorstellung, die uns allen sehr nahe ging, da sie mit einem Video begann. Ein Video welches Günther Bauer zusammengestellt hatte und an seinen besten Freund erinnerte. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern im letzten Jahr, es war am Morgen des 16.06.2025 als ich die Nachricht las.

Nikolai Krasnikov, eine Eisspeedwaylegende und 8facher Weltmeister kam im Alter von nur 40 Jahren bei einem Autounfall ums Leben. Mich berührte das Video sehr und ich finde, es war eine wirklich schöne Geste Nikolai zu ehren und ihm zu gedenken. Eine Geste, die uns aber auch zeigt, was uns verbindet. Egal, was in der Welt passiert, die Gemeinsamkeit und die Liebe zu unserem Sport, vereint unsere Herzen und trennt uns nicht.

Die Fahrer fuhren mit Ihrer Maschine eine Runde. Für die Fans eine tolle Idee, so konnte man die Fahrer auch einmal ohne Helm sehen und anfeuern. Eine Maschine machte jedoch Probleme, die vom amtierenden Weltmeister Martin Haarahiltunen. Doch er bekam tatkräftige Unterstützung von Kai Schmiedeknecht, dem Vorstandsvorsitzenden und Daniel Fuchs, dem Geschäftsführer der DMV Landesgruppe Südbayern e.V., die versuchten, ihn anzuschieben.

Noch einmal tief durchatmen und dann ging es los, Start des Heat 1.

Mit einem super Start ging Franky Zorn in Führung und versuchte sich abzusetzen. Max Niedermaier klebte ihm am Hinterrad. Niclas Svensson an 3. Position, versuchte innen an Max vorbei zu kommen, was ihm jedoch nicht gelang. Drei Punkte für Franky, 2 Punkte für Max, 1 Punkt für Niclas und ohne Punkt blieb Leon Kramer.

Max Koivula, der an diesem Tag seinen Geburtstag feierte, ließ in Heat 2 nichts anbrennen und holte seine ersten 3 Punkte vor dem „Eishans“ Hans Weber, der noch eine Schlussattacke startete. Sebastian Reitsma, der an diesem Tag kämpfte und ein tolles Rennen fuhr, erhielt noch einen Punkt. Ohne Punkt blieb Maximilian Niedermaier.

Im Heat 4 kam nun Martin Haarahiltunen an das Startband. Die „Generalprobe“ in der Fahrervorstellung lief nicht gut, dafür das Rennen an diesem Tag umso besser. Er ging nach dem Start in Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Ove Ledström konnte Filip Jäger noch einen Punkt „abknöpfen“, wurde Zweiter, Dritter Filip und Jasper Iwema Letzter.

Franky Zorn hatte im Heat 6 einen guten Start und ging zunächst in Führung. Dann zogen Heikki Huusko innen und der „Eishans“ außen an Franky in der Zielkurve vorbei. In der Startkurve setzte der „Eishans zur Attacke an, wollte innen durch und an Heikki vorbei, als ihm das Hinterrad wegging, er fast noch Heikki mit abräumte und in den Strohballen landete. Der Lauf wurde abgebrochen und Hans Weber als Abbruchverursacher vom Re-Start ausgeschlossen. Den Start des Weiderholungslaufes gewann Franky, doch Heikki kam vorbei und Filip Jäger klebte ihm am Hinterrad. Filip suchte die Lücke, kam aber nicht vorbei. Das Ergebnis des Heat 6: 3 Punkte für Heikki, 2 Punkte für Franky und 1 Punkt für Filip.

Ein Wahnsinnig schneller Lauf von Luca Bauer, der ganz außen seine Linie fuhr und sich absetzen konnte im Heat 7 und als Erster die Zielflagge sah. Max Niedermaier erhielt 2 Punkte vor Jasper Iwema (1 Punkt). Sebastian Reitsma blieb ohne Punkt.

Im Heat 9 hatte der „Eishans“ wieder das gleiche Problem. Luca Bauer führte, der „Eishans“ an zweiter Position liegend, wollte innen durch als ihm wieder das Hinterrad wegging und er stürzte.

Der Lauf wurde nach einem Abbruch ohne den disqualifizierten Hans Weber gestartet.

Ove Ledström, der ein gutes und sehr konstantes Rennen fuhr, ging innen zuerst in Führung. Außen zog dann Luca Bauer vorbei, baute seine Führung aus und holte weitere 3 Punkte vor Ove Ledström. Leon Kramer hätte noch einen Punkt bekommen, er stürzte jedoch in der letzten Runde. Da es die letzte Runde war, wurde der Lauf gewertet.

Starker aber fairer Fight im Heat 11 zwischen Max Niedermaier und Max Koivula, bei dem zum Schluss Max Koivula knapp die Nase vorn hatte. Shake Hands zwischen den Beiden. Lukas Hutla bekam noch 1 Punkt und Filip Jäger ging leer aus.

Sensationeller Heat 13 für Sebastian Reitsma, der seine ersten 3 Punkte holte. 2 Punkte gab es für Filip Jäger und 1 Punkt für Andrej Divis. Leon Kramer machte im Heat 13 in der Zielkurve (letzte Runde) wieder Bekanntschaft mit den Strohballen und bekam keinen Punkt nach seinem Sturz.

Man blickte nach dem Start des Heat 16 in viele ratlosen Gesichter. Lukas Hutla gewann den Start und ging in Führung, hinter ihm Niclas Svensson, der versuchte vorbei zu kommen. Die beiden berührten sich und es kam fast zu seinem Sturz. Niclas war in Führung, der „Eishans“ suchte innen die Lücke, wollte durch, berührte das Hinterrad von Niclas und stürzte wieder in der Zielkurve. Der Lauf wurde abgebrochen und ohne den „Eishans“ als Abbruchverursacher neu gestartet. Den Re-Start gewann Niclas und er behielt seine Führung bis ins Ziel. Lukas Hutla wurde langsamer und Jasper Iwema zog vorbei, verteidigte seine Position und erhielt noch 2 Punkte.

Ein Foto-Finish von Niclas Svensson und Luca Bauer, die beide fast gleich über die Ziellinie gingen, gab es im letzten Wertungslauf, dem Heat 20. Auch dieser Lauf musste nach einem Sturz von Maximilian Niedermaier neu gestartet werden. Niclas Svensson holte 3 Punkte vor Luca Bauer (2 Punkte) und Filip Jäger (1 Punkt).

Das große Rechnen begann … wer stand im Last Chance Heat?

Den Last Chance Heat gewann Niclas Svensson vor Heikki Huusko, der ganz knapp vor Luca Bauer über die Ziellinie ging und Max Niedermaier.

Im Finale standen Martin Haarahiltuen, der an diesem Tag alle seine Läufe gewann (Maximum mit 15 Punkten) und Max Koivula (13 Punkte) sowie der Erste und Zweite aus dem Last Chance Heat: Niclas Svensson und Heikki Huusko. Martin gewann das Finale vor Max Koivula und Heikki Huusko.

Zum Glück gingen alle Stürze glimpflich aus und es heißt ja immer: nach dem Rennen ist vor dem Rennen … für Sonntag werden die Karten neu gemischt … schauen wir mal.

Text und Fotos: Anke Claassen