Artikel vom: 14.04.2026
Freudentränen beim Roelof Thijs Pokal
Ich musste mich nach diesem ereignisreichen Rennwochenende erst einmal ein bisschen sammeln, denn, wir Ihr mitbekommen habt, hat das deutsche Team hatte Bronze geholt!
Doch dazu kommen wir später und lassen dieses fantastische Wochenende noch einmal Revue passieren.
Am Donnerstag, den 09.04.2026 sind wir nach gut 450 km - fast ein Heimspiel gegen Inzell - und etwas Sightseeing in unserem Hotel in Heerenveen angekommen.
Freitag um 09:00 startete das Training für die Teilnehmer des Roelof Thijs Pokals und um 18:30 begann zunächst die Fahrervorstellung, bevor um 19:00 Uhr der Start des 1. Heat erfolgte.
Die Wertung erfolgte im sogenannten „K.O. - bzw. Knock Out-System“.
Starker Lauf von Amber Kramer, Schwester von Leon Kramer, die als einzige Frau an diesem Tag an dem Start gegangen war. Eine Amazone in diesem doch eher den Männern zugeschriebenen Sport. Im Training hatte sie sich zurückgehalten, doch nun hatte sie das „Rennfieber “ gepackt und sie zog noch an Bernhard Sanftl vorbei. Erster im Heat 1 wurde Emil Lingvall vor Amber, Bernhard und Niek Meijerink.
Nach einem Sturz, einen „Dreher“ in der Zielkurve von Aron Schokker, musste der Heat 2 neu, ohne ihn, gestartet werden. Jimmy Hörnell ging zunächst in Führung. Simon Mayer, ebenfalls wie Bernhard Sanftl ein Rookie und Fahrer des Inn Isar Racingteams, lag im Fight mit Josef Kreuzberger zunächst an zweiter Position; stürzte dann in der in der Startkurve mit Josef.
Es erfolgte noch einmal ein Re-Start. Den Heat gewann Jimmy Hörnell, Zweiter wurde Josef.
Somit hatte Simon im Heat 6, trotz seiner Disqualifikation, noch eine Chance bzw. war eine Runde weiter. Das war der 1. Internationale Rennen für Simon und er bekam Unterstützung von dem uns allen bekannten ehemaligen Eisspeedwayfahrer Markus Jell, der an diesem Tag sein Mechaniker war und ihm zur Seite stand.
Paul Cooper (Inn Isar Racingteam) machte im Heat 3 seinen Namen „Super Cooper“ alle Ehre und wurde Erster vor Robin Häggström und David Lizák. Karim Boezerooy trat leider nicht an. Er war am Morgen im Training gestürzt und hatte Probleme, so dass der Rennarzt ein Startverbot erteilte.
Arttu Lehtinen, der wahnsinnig schnell auf seiner Maschine unterwegs war, wurde im Heat 4. Erster, Zweiter Remon Huizinga und 3. Niek Schaap. Tobias Nordkvist stürzte Ausgangs der Startkurve, wurde disqualifiziert und Letzter. Niek war ausgefallen und wurde als Dritter gewertet. Re-Start des Heat 4 mit nur 2 Fahrern, den Arttu vor Remon gewann.
Starker Lauf von Bernhard Sanftl, der sich im Heat 5 durchsetzte und Erster wurde. Für ihn ging es im Heat 9 weiter.
Dann der Heat 9: Amber Kramer gab Vollgas und zog in der ersten Runde zunächst an Simon Mayer vorbei, starte einen erneuten Überholungsversuch und ging außen an Remon Huizinga vorbei. Ausgangs der Startkurve hatte sie jedoch Bernhard Sanftl vor sich, ihr Vorderrad kollidierte mit seinem Hinterrad und sie stürzte heftig in die Strohballen. Was danach passierte, ließ uns den Atem stocken. Die Maschine landete nicht wie üblich in der Bahnbegrenzung, sondern „flog“ zurück in Richtung Innenfeld und räumte Simon Mayer ab, der einen Salto mit seiner Maschine schlug und stürzte. Simon musste mit dem Krankenwagen ins Fahrerlager und anschließend in das Krankenhaus gebracht werden. Wie sich später herausstellte, verletzte er sich stark am rechten Knie.
Das nicht mehr passierte, grenzt an ein Wunder. Es erfolgte ein Re-Start mit Bernhard und Remon. Die Wertung: 1. Bernhard, 2. Remon, 3. Simon, 4. Amber.
Im Heat 11 kam dann erstmals Franz Mayerbüchler (Inn Isar Racingetam) zum Einsatz, da er bereits gesetzt war. Den Start gewann Jimmy Hörnell. An zweiter Position Joe Satre, dahinter Franz und Paul Cooper. Paul ging in der letzten Runde an Franz in der Startkurve vorbei, stürzte dann leider in der Zielkurve. Wertung des Heat 11: 1. Jimmy, 2. Joe, 3. Franz, 4. Paul.
Christoph Kirchner, ebenfalls ein Fahrer des Inn Isar Racingteams, war bereits gesetzt und kam im Heat 12 wie auch Melwin Björklin, zum ersten Einsatz. Erster wurde Melwin, vor Arttu Lehtinen, Christoph und Josef Kreuzberger.
Ihren ersten Einsatz, da sie auch bereits gesetzt waren, hatten Maximilian Niedermaier (Inn Isar Racingteam) und Leon Kramer im Heat 13, den Leon gewann vor Maxi, Niek Schaap und Bernhard Sanftl.
Nun war man gespannt auf den Vorjahressieger Sebastian Reitsma, der wie Isak Dekkerhus erstmals im Heat 14 an den Start ging. Beide waren ebenfalls fest im Feld gesetzt. Simon gewann den Heat vor Emil Lingvall, Remon Huizinga und Isak Dekkerhus, der disqualifiziert wurde, da er beim Start in das Band gefahren war.
Starker Lauf von Christoph Kirchner im Heat 20. Er gewann vor Maxi Niedermaier, Franz Mayerbüchler und Emil Lingvall und stand somit im Semifinale 2.
Das Semifinale 1 gewann Melwin Björklin vor Arttu Lehtinen, Leon Kramer und Maxi Niedermaier.
Das Semifinale 2 musste neu gestartet werden, da Christoph Kirchner die Strohballen mitriss und diese auf der Bahn lagen. Christoph wurde disqualifiziert und es erfolgte ein Re -Start, der meines Erachtens nicht erforderlich gewesen wäre, da es bereits die letzte Runde war.
Das Semifinale 2 gewann Sebastian Reitsma vor Paul Cooper, Jimmy Hörnell.
Im Finale führte zunächst Arttu, lag im Fight mit Sebastian und stürzte in der Zielkurve. Der Heat wurde abgebrochen und neu ohne ihn gestartet. Beim Re-Start ging die Maschine von Paul aus, er wurde disqualifiziert und der Start erfolgte ohne ihn. Beim Fight mit Sebastian stürzte Melwin in der Zielkurve. Sebastian Reitsma holte sich erneut den Roelof Thij Pokal und konnte seine Freudentränen nicht zurückhalten. Zweiter wurde Melwin Björklin und Dritter Paul Cooper, der sich, zu Recht, von den Fans feiern ließ wie ein Weltmeister.
Text und Fotos: Anke Claassen
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